Two Days at the Falls

Isabell Spengler (DE )
Two Days at the Falls
©Isabell Spengler

In Two Days at the Falls stellt Isabell Spengler zwei identische 360-Grad-Schwenks über die ikonischen Niagarafälle in einer Doppelprojektion nebeneinander. Der eine wurde aufgezeichnet, als Spengler die Wasserfälle zum ersten Mal besuchte und diese teilweise eingefroren vorfand. Der andere entstand vor ihrer Reise in einem dreidimensionalen Modell, das Spengler in ihrem Studio gebaut hat und eine Destillation all der Ideen und Zuschreibungen aus Abbildungen, Texten, Interviews, Filmen und digitalen Repliken ist, die ihre Vorstellung des Ortes geformt haben. In der Gegenüberstellung der Videobilder der fiktiven und echten Wasserfälle untersucht Isabell Spengler die Schnittflächen von Wirklichkeit und Vorstellung, Popkultur und privater Wahrnehmung, Monumentalität und Alltag vor dem Hintergrund zeitgenössischer, ubiquitärer Medientechnologien.

Darstellerin: Lucile Desamory
Kamera & Farbkorrektur: Till Beckmann
Stagehands: Clarissa Thieme, Juliane Zelwies, Markus Ruff
Ton: Markus Ruff, Pedro Ferreira
Sprecherin: Lindy Annis
Tonmischung: Christian Obermaier
Musik: „Satya“, geschrieben und gespielt von: WOO – Clive and Mark Ives
Text: Ausschnitte aus „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ von Marcel Proust

2-Kanal-Videoinstallation, Farbe, Ton, 22 min

Stipendium: Februar–März 2015, Images Festival (CA)